DEUTSCH UNTEN
We’re not using the term FLINTA because it centres cis women, and we have made an explicit decision to centre our demo around “feminists, trans people, and queer people”. We have several other key reasons for avoiding the term:
1. FLINTA has been gentrified
FLINTA spaces in Berlin tend to be white-dominated, and the term is lacking an understanding of how whiteness affects feminism.
“FLINTA” has become distorted by its widespread use without political education on transness and gender. Many people are left with the wrong impression, or are harmed, attacked, and excluded by its incorrect use. This has been driven by its use as a bourgeois marketing term, used by liberals to sell events and products.
2. FLINTA has become a way of enforcing sex binaries
Many of us are FLINTA but feel unsafe in FLINTA spaces because we weren’t assigned female at birth, or were assigned female at birth but no longer pass as cis women! In some cases, the term FLINTA is also applied to those of us who are masc without our consent.
We can see this when trans women are yelled at or questioned when entering FLINTA spaces, and trans men are told that they must use the FLINTA toilet!
We can see this when “FLINTA-only U-Bahn carriages” are proposed with actual gender police enforcing them. We reject these harmful ideas fully! Ideas of how a person looks are based on stereotypes and have nothing to do with their lived reality. A person’s government-issued ID may have no relation to their lived reality.
3. We want our language to be universal
While it’s spreading as a concept, the FLINTA term was and is fairly local to German-speaking countries.
As an internationalist demo, we want our core message to be understandable across borders, to trans and queer migrants and refugees, and to people with no knowledge of German culture.
Detusch
Unsere Kritik an „FLINTA“: Warum uns dieser Begriff das Herz gebrochen hat
Wir verwenden den Begriff FLINTA nicht, da er Cis-Frauen in den Mittelpunkt stellt und wir uns ausdrücklich dafür entschieden haben unsere Demo auf „Feminist*innen, Trans-Personen und queere Menschen“ auszurichten. Wir haben außerdem mehrere wichtige andere Gründe, diesen Begriff zu vermeiden:
- FLINTA wurde gentrifiziert
In Berlin sind sogenannte FLINTA-Räume allzu oft weiß dominiert, ohne dass dabei reflektiert wird, wie weiß sein feministische Räume, Praxen und Ausschlüsse prägt. Der Begriff FLINTA wurde breit übernommen, ohne dass zugleich eine Auseinandersetzung mit Transidentität, Geschlecht und Machtverhältnissen stattgefunden hat.
So wurde ein Begriff, der für manche einmal Schutz oder politische Benennung versprach, vielerorts entleert, verzerrt und gegen diejenigen gewendet, die er angeblich einschließen soll. Immer wieder erleben wir, dass Menschen durch seine falsche oder unreflektierte Verwendung verletzt, angegriffen oder ausgeschlossen werden. Dazu kommt, dass FLINTA längst auch als bürgerlicher Marketingbegriff dient: liberal vereinnahmt, konsumierbar gemacht und benutzt, um Veranstaltungen, Räume und Produkte zu verkaufen. Ein entpolitisierter Begriff schafft keine Befreiung.
- FLINTA ist zu einem Mittel geworden Geschlechterbinaritäten durchzusetzen
Viele von uns sind formal in diesem Begriff mitgemeint und erleben sogenannte FLINTA-Räume trotzdem nicht als sicher. Wir erleben Unsicherheit und Ausschluss, weil uns bei der Geburt nicht das weibliche Geschlecht zugeschrieben wurde. Wir erleben Unsicherheit und Ausschluss, weil uns zwar bei der Geburt das weibliche Geschlecht zugeschrieben wurde, wir aber nicht als cis Frauen gelesen werden. Und wir erleben, dass der Begriff gegen unseren Willen auf diejenigen von uns angewandt wird, die als trans maskulin gelesen werden.
Wir erleben, dass trans Frauen beim Betreten von FLINTA-Räumen befragt, kontrolliert oder angeschrien werden. Wir erleben, dass trans Männern gesagt wird, sie müssten die FLINTA-Toilette benutzen. Wir erleben, dass Vorschläge wie „FLINTA-only“-U-Bahn-Wagen auftauchen und ihre Umsetzung letztlich auf einer Art Gender Policing beruht.
Wir lehnen diese Logik entschieden ab. Vorstellungen darüber, wie eine Person auszusehen hat, beruhen auf Stereotypen. Sie sagen nichts über die gelebte Realität eines Menschen aus. Auch amtliche Dokumente sagen oft nichts über diese Realität aus. Wo ein Begriff angeblich schützen soll, in der Praxis aber Kontrolle, Misstrauen und geschlechtliche Zuordnung reproduziert, wird er für uns zum Problem.
- Wir möchten, dass unsere Sprache universell ist
Auch wenn sich der Begriff FLINTA in bestimmten linken und feministischen Kontexten verbreitet hat, bleibt er weitgehend auf den deutschsprachigen Raum beschränkt. Für uns ist das ein politisches Problem. Als internationalistische Demonstration wollen wir eine Sprache verwenden, die universell verständlich ist: für trans und queere Migrant*innen, für Geflüchtete und für Menschen, die keine Nähe zu deutschsprachigen Szenebegriffen haben.
Unsere Sprache soll nicht an nationalen oder subkulturellen Grenzen enden. Sie soll verständlich sein für diejenigen, die von patriarchaler, rassistischer und queerfeindlicher Gewalt betroffen sind – unabhängig davon, ob sie mit diesem Begriff sozialisiert wurden oder nicht.


















